Der bewusste und sorgsame Umgang mit Energie und Rohstoffen ist nicht nur eine Herzensangelegenheit, er wirkt sich auch im Portemonnaie aus. Überall sind Sparmöglichkeiten zu entdecken und in der Regel ist dabei ein Mehrwert, z.B. in Form einer Komfortsteigerung, gleich inbegriffen.

Freiwillige Suhrer:innen pflanzen am Waldarbeitstag Bäume

1. Tipp: Abtauen von Gefrierfach und Tiefkühltruhe

Jetzt im Winter ist der ideale Moment für das Abtauen von Gefrierfach und Tiefkühltruhe. Das regelmässige Abtauen lohnt sich, denn je dicker die Eisschicht, desto höher der Energieverbrauch. Als Faustregel gilt: Bei einer Eisdicke von zwei Millimetern steigt der Energieverbrauch um rund 10%. Kontrollieren und reinigen Sie dabei auch gleich die Dichtungen, denn effizient sind diese Geräte nur, wenn die Dichtungen wirklich undurchlässig sind. Übrigens gilt das Gleiche auch für Kalkablagerungen: Entkalken Sie regelmässig Wasserkocher, Kaffeemaschine und andere Geräte, denn pro Millimeter Kalkschicht erhöht sich der Stromverbrauch um rund 8%.

2. Tipp: Sparen in der Übergangszeit

So schaffen Sie bei den schwankenden Temperaturen im Frühling und im Herbst eine angenehme Raumwärme und sparen Energie:

Tagsüber kann es sehr warm werden, während die Nächte kühl sind. Deshalb kann am Tag, wenn viele bei der Arbeit sind, kann die Heizung problemlos heruntergedreht werden. Unter 15 °C (Thermostat auf Stufe 2) sollte die Temperatur aber nicht fallen, denn bei feuchter Luft riskiert man sonst an kühlen Oberflächen Schimmelbildung. Nutzen Sie den Tag auch, um frische Luft und Sonnenschein hineinzulassen. Denken Sie beim Lüften daran, die Heizung währenddessen aufs Minimum zu stellen. Vergessen Sie nicht, Fenster und Türen nach 10 Minuten zu schliessen, denn stark ausgekühlte Räume brauchen mehr Energie, um sich wieder aufzuheizen. 

Öffnen Sie tagsüber Vorhänge und Storen und befreien Sie die Scheiben regelmässig von Flecken, Staub und Pollen. Verzichten Sie dabei auf Glasreiniger - die meisten Produkte hinterlassen schmierige Streifen und enthalten Stoffe wie Ammoniak und Lösungsmittel, die beim Einatmen oder bei Hautkontakt der Gesundheit schaden können. Spiegel, getönte Autoscheiben und Bildschirme können durch Glasreiniger sogar beschädigt werden. Das beste Ergebnis erhalten Sie an einem sonnenlosen Tag mit klarem, lauwarmem Wasser und einem sauberen, fusselfreien Lappen oder Zeitungspapier zum nachtrocknen.

3. Tipp: Solarstrom aus Suhr

In Suhr werden dank privaten und gemeindeeigenen Photovoltaik-Anlagen jährlich über 5'800 MWh Solarstrom erzeugt - das entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 1'150 Haushalten - und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Photovoltaik-Anlagen liefern übrigens auch im Winter und selbst bei einer Hochnebeldecke Strom - nur mit Tageslicht.

Die TBS hat letztes Jahr neue Niedertarifzeiten eingeführt, durch die der Verbrauch angekurbelt werden soll, wenn viel günstiger Solarstrom zur Verfügung steht. Durch ihren Strombezug zu den Niedertarifzeiten können Sie mithelfen, den Solarstrom-Peak im Sommer abzubauen und gleichzeitig vom günstigen Strom über Mittag profitieren: Neben den üblichen Niedertarifzeiten gilt zusätzlich vom 1. April bis 30. September der Niedertarif zwischen 12.00 und 15.00 Uhr.

Solarstrom aus Suhr ist bald für (fast) alle zugänglich: Das Erfolgsprojekt suhrsolar kann aufgrund neuer Vorgaben des Bundes nicht mehr als Interessengemeinschaft weitergeführt werden. Durch die Umwandlung in eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) wird es ab Anfang 2027 aber für alle Haushalte mit Smartmeter möglich, zu den effektiven Produktionszeiten Solarstrom aus Suhr zu beziehen. Das Anmeldeformular ist ab Ende Juni 2026 auf der Homepage der TBS verfügbar.

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