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| Gemeindepräsident Beat Rüetschi |
Liebe Suhrerinnen und Suhrer
Liebe Nutzer des öffentlichen Verkehrs
Kürzlich wurden in der Tagespresse die vielen laufenden Planungen und die starke Bautätigkeit in unserer Gemeinde in Frage gestellt und der da-durch entstehende Mehrverkehr kritisiert.
Es ist richtig, dass in Suhr zahlreiche Planungsverfahren parallel laufen. Mit der letzten Zonenplanrevision wurde bewusst das Instrument des Gestaltungsplanes forciert, nicht um die Bautätigkeit zu erhöhen, sondern um die gute Nutzung des noch vorhandenen Baulandes bzw. die Erneue-rung von bestehenden Baugebieten positiv zu beeinflussen. Das ist eine wichtige Planungsaufgabe der Behörde und bringt den Bauherren und den künftigen Bewohnern Vorteile. Gezielt werden auch Arbeitsmöglich-keiten vor Ort einbezogen, um die Arbeit im eigenen Dorf zu fördern. Rund um den Bahnhof, aber auch im Dorfzentrum soll sich Schritt für Schritt eine Erneuerung "in gelenkten Bahnen" ergeben. Dafür setzt sich der Gemeinde-rat ein.
Die hohe Belastung unserer Verkehrsachsen in Suhr ist nicht hausgemacht. Wir sind nun einmal ein Dorf mit starkem Nord-Süd und West-Ost - Verkehr, sowohl auf dem öffentlichen Verkehrsnetz, speziell aber durch Indi-vidualverkehr. Daher hoffen wir auch, dass mit der Ostumfahrung eine gewisse Entflechtung erreicht werden kann. Die Realisierung dieses Kantonsstrassenstückes liegt aber leider nicht in der Kompetenz des Gemeinderates. Er hat aber beim Baudepartement, mit Unterstützung von Nachbargemeinden, die Forderung eingereicht, dass die Planung dieser Strassen nun aufgenommen wird.
Die hohe Bautätigkeit im Tal und die Arbeitsplätze in Zürich, Bern, Basel, Aarau etc. sind mit dafür verantwortlich, dass Suhr regelmässig zum Staugebiet wird. Die Verlegung der WSB hat eine Verbesserung gebracht, indem die gefährlichen Begegnungen Auto/Zug eliminiert sind. Arbeitspendler aus dem Wynental können heute Suhr schnell mit der WSB umfahren oder in Suhr im Bahnhof SBB perrongleich auf die SBB umsteigen. Dieses Angebot wird zu wenig genutzt.
Mit dem öV oder dem Fahrrad zur Arbeit - oder zumindest Fahrgemeinschaften bilden würde dazu beitragen, den Rückstau zu reduzieren. Noch besser wäre das Arbeiten vor Ort. Dadurch lassen sich hohe Mobilitätskosten ein-sparen. Es liegt an uns selber, den Individualverkehr zu reduzieren. Es lohnt sich, sich darüber Gedanken zu machen.
Ihr Beat Rüetschi, Gemeindepräsident